Die Ermittlungen

Stand der Ermittlungen (Zusammenfassung)

Prof. Albrecht Lindner, Dr. Marianne Weimar, Thomas Laufer, Max und Christine Reekers und Bruder Matthias Hanitzsch sind am 22. August 2008 spurlos verschwunden. Das letzte Lebenszeichen lässt sich auf die frühen Morgenstunden des 22. August datieren (siehe Tonaufnahmen).

 

 
Am gleichen Nachmittag (Telefoneingang 15:46) verständigte der Klostervorsteher des Klosters in Rapperswill die örtliche Polizei, weil Bruder Matthias nicht zum Morgengebet und diversen anderen Aktivitäten erschienen war.

 

Ein Streifenwagen fährt daraufhin zum Lufer-Haus in Langacher. Vor dem Haus stehen die Fahrzeuge (ein blauer VW Passat, Besitzer ist Herr Thomas Laufer, ein grauer VW Caravelle, zugelassen auf das Kloster in Rapperswill und ein roter Ford Galaxy, Fahrzeughalter Max Reekers), im Haus selbst treffen die Beamten jedoch niemand an. Mit dem Einsatzleiter wird eine Karenzzeit vereinbart, um diverse alternative Erklärungen für das Verschwinden auszuschließen. Ende der Wartefrist ist der 23. August, 8 Uhr morgens. Der Einsatzleiter versammelt fünf Beamten im Lufer-Haus und führt eine sorgfältige Durchsuchung des Hauses durch (im Zuge dieser Durchsuchung werden die Tonaufnahmen sichergestellt; es handelt sich um Audiodaten auf der Festplatte eines Laptops, der später Max Reekers zugeordnet werden kann). Um 13:14 verständigen die Beamten die Angehörigen.

 

 

Ein Observationsteam der Kantonspolizei in Küsnacht (2 Beamte) wird am Lufer-Haus abgestellt und bleibt dort in wechselnder Besetzung bis zum 30. August auf Posten.

Am 29. August übernimmt die Kriminalpolizei in Zürich die Ermittlungen. Sie verständigen die Kollegen der Kripo in Freiburg. Am 3. September Gründung der „SOKO Lufer-Haus“, die seitdem unter der Leitung von Hauptkommissar Siegmar Wölte arbeitet.

Bis November 2008 werden die verschwundenen Personen überprüft (Befragung der Hinterbliebenen, Haus- und Bürodurchsuchungen, Hintergrundanalyse). Anhand der Unterlagen aus dem Institut der Parapsychologischen Ambulanz in Freiburg lässt sich die Vorbereitung zur Expedition rekonstruieren. Außerdem werden die Tonaufnahmen ausgewertet. HK Wölte ordnet den Verschluss der Aufnahmen an. Ohne seine ausdrückliche Genehmigung sind kein Zugang und keine Sichtung möglich.

 

 

In den folgenden Wochen und Monaten gelangt die SOKO Lufer-Haus zu keinen neuen Erkenntnissen. Das Abrissvorhaben der Gemeinde wird jedoch bis auf weiteres gestoppt. Mittlerweile hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die – notfalls auch gegen den Bescheid – einen Abriss durchsetzen will (Aktenzeichen, Gemeindeversammlung vom 12.11.2009). Die Polizei beobachtet die Aktivitäten der BI genauestens, das Haus ist seitdem unter Polizeischutz gestellt.

 

 
Am 26.5.2010 verunglückt der Leiter der SOKO bei einem Sportunfall und wird daraufhin vorzeitig pensioniert. Die weitere Arbeit der SOKO wird daraufhin zum Politikum. Kommunalpolitiker aus Küsnacht und mittlerweile mehrere Bürgerinitiativen verlangen eine Einstellung der Ermittlungen und einen sofortigen Abriss des Lufer-Hauses. Nach einem weiteren Gerichtsverfahren, das sich von Frühsommer bis Herbst 2011 zieht, hat die Kriminalpolizei in Zürich nun eine Veröffentlichung der Tonaufnahmen beschlossen und angeordnet. Man erhofft sich dadurch weitere Hinweise, was sich vor über drei Jahren im Lufer-Haus abgespielt hat und was mit den verschwundenen Mitgliedern der Expedition passiert sein könnte. Sachdienliche Hinweise bitte an die Kantonspolizei Zürich, Station Küsnacht.

(Aktenzeichen 12b3-Lufer/008)